Wenn Ihr Ergebnis einbricht, ist das selten ein kurzfristiges Problem.

Rückläufige Umsätze oder sinkende Margen sind oft kein Ausreißer – sondern ein Hinweis darauf, dass Ihr Geschäftsmodell nicht mehr trägt wie bisher.

Die entscheidende Frage ist nicht: „Wie kommen wir wieder auf das alte Niveau?“

Sondern: „Funktioniert unser System noch – oder arbeiten wir gegen eine strukturelle Entwicklung?“

Woran Sie erkennen, dass es mehr als ein temporäres Problem ist

  • Umsätze gehen über mehrere Perioden zurück
  • Margen sinken trotz operativer Maßnahmen
  • Kosten steigen schneller als Erlöse
  • Forecasts werden regelmäßig verfehlt
  • Initiativen zeigen weniger Wirkung als erwartet
  • Ihr Markt verändert sich schneller als Ihre Organisation

Und häufig parallel:

  • steigender Druck auf Liquidität
  • erste Spannungen mit Banken (Covenants im Blick)
  • wachsender interner Unsicherheitsdruck

Spätestens hier reden wir nicht mehr über Performance – sondern über eine strukturelle Krise.

Viele Unternehmen reagieren operativ – obwohl das Problem strategisch ist.

Strategiekrise

Ihr Geschäftsmodell passt nicht mehr zum Markt:

  • Angebot nicht mehr relevant
  • falsche Zielsegmente
  • überholte Positionierung

Produkt- und Absatzkrise

Ihre Leistungen verkaufen sich schlechter:

  • Nachfrage sinkt
  • Wettbewerb stärker
  • Vertriebsleistung reicht nicht mehr

Erfolgskrise

Die Konsequenz:

  • Gewinne brechen ein
  • Verluste entstehen
  • Substanz wird aufgezehrt

Diese Phasen bauen aufeinander auf – und führen oft direkt in eine Liquiditätskrise, wenn nicht gegengesteuert wird.

„Wir müssen einfach besser werden.“

Was dann passiert:

  • mehr Vertriebsdruck
  • zusätzliche Initiativen
  • Kostensenkungsprogramme ohne strategische Klarheit

Aber:

  • das Grundproblem bleibt unangetastet
  • die Organisation wird überlastet
  • Wirkung bleibt aus

Wenn das Geschäftsmodell nicht mehr trägt, lösen operative Maßnahmen das Problem nicht – sie verdecken es nur.

1. Ehrliche Lageanalyse (kein Wunschdenken)

  • Analyse der tatsächlichen Ergebnisentwicklung
  • Identifikation struktureller vs. operativer Ursachen
  • Durchführung einer fundierten Krisenursachenanalyse

→ Ziel: Klarheit, ob Sie ein Performance- oder ein Systemproblem haben.

2. Zukunftsfähigkeit prüfen

Zentrale Fragen:

  • Ist Ihr Geschäftsmodell tragfähig?
  • Haben Sie eine belastbare Fortführungsprognose (Going Concern)?
  • Wie sieht Ihr realistisches Zukunftsbild aus (Leitbild des sanierten Unternehmens)?

3. Strategische Optionen entwickeln

  • Anpassung oder Neuausrichtung des Geschäftsmodells
  • Portfolio-Bereinigung
  • Fokussierung auf profitable Bereiche
  • ggf. Vorbereitung eines strukturierten Sanierungskonzepts (z. B. IDW S6)

4. Finanzielle Auswirkungen verstehen

Auch wenn die Krise „strategisch“ ist:

  • Auswirkungen auf Liquidität analysieren
  • Aufbau einer integrierten Planung (Ergebnis + Liquidität)
  • Vorbereitung auf mögliche Finanzierungsthemen:
    • Covenants
    • Finanzierungsstruktur
    • Gespräche mit Kapitalgebern

5. Organisation aktiv mitnehmen

  • Klarheit im Führungsteam schaffen
  • Unsicherheit adressieren
  • Veränderungsfähigkeit sicherstellen

Strategische Anpassungen scheitern selten an der Idee – sondern an der Umsetzung in der Organisation.

  • Ergebnisprobleme führen zu Liquiditätsengpässen
  • Vertrauen von Banken und Investoren sinkt
  • Handlungsspielräume werden kleiner
  • strategische Optionen verschwinden

→ Am Ende:

  • Übergang in eine Liquiditätskrise
  • ggf. später Zahlungsunfähigkeit

Viele Insolvenzen beginnen nicht mit fehlender Liquidität – sondern mit ignorierten Ergebnisproblemen.

Sie sollten handeln, wenn:

  • Ihr Ergebnis über mehrere Perioden rückläufig ist
  • operative Maßnahmen keine nachhaltige Wirkung zeigen
  • Ihre Planung zunehmend unsicher wird
  • Sie keine klare Fortbestehensprognose mehr ableiten können
  • externe Stakeholder kritischer werden

Die eigentliche Herausforderung ist nicht die Strategie – sondern die Veränderung.

Das bedeutet:

  • Führungskräfte müssen alte Muster hinterfragen
  • Entscheidungen müssen schneller und klarer getroffen werden
  • die Organisation muss mit Unsicherheit umgehen

→ Genau hier scheitern viele Transformationen.

Wir arbeiten nicht an Symptomen – sondern am System.

1. Klare Diagnose statt Aktionismus

  • Trennung von operativen und strukturellen Problemen
  • fundierte Krisenursachenanalyse
  • ehrliche Einordnung der Situation

2. Strategie mit Umsetzbarkeit

  • Entwicklung eines realistischen Zielbilds
  • Verbindung von Markt, Organisation und Wirtschaftlichkeit
  • kein „PowerPoint-Konzept“, sondern umsetzbare Richtung

3. Veränderung im Unternehmen verankern

  • Arbeit mit Führungsteams
  • Klärung von Rollen und Verantwortung
  • Aufbau von Entscheidungsfähigkeit unter Druck

4. Verbindung zu finanzieller Stabilität

  • Verzahnung von Strategie und Finanzierung
  • Unterstützung bei Sanierungskonzepten (z. B. IDW S6)
  • Vorbereitung auf kritische Stakeholder-Situationen

Unser Ziel ist nicht nur, Ihr Ergebnis zu stabilisieren – sondern Ihr Unternehmen wieder zukunftsfähig zu machen.

Wenn Sie Klarheit über Ihre Situation brauchen

Eine klare Einordnung spart Zeit, Geld – und oft den entscheidenden Handlungsspielraum. Wenn Sie Untersütztung brauchen, vereinbaren Sie ein verrauensvolles Gespräch mit einem unserer Experten. 

Autor

  • "Georg gestaltet seit mehr als 30 Jahren Change-Prozesse und ist als CEO der Puls von Kraus & Partner. Er ist ein Magnet für inspirierende Menschen und Projekte. Stillstand gibt es nicht in seinem Vokabular."

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