
Wenn Märkte schwanken, Umsätze einbrechen und Kosten explodieren, scheint der Handlungsspielraum oft klein. Doch genau in solchen Momenten entscheidet sich, ob ein Unternehmen nur spart – oder strategisch neu denkt.
Restrukturierung 2025 ist nicht mehr nur eine Frage von Einsparung. Sie ist ein Gestaltungsauftrag. Und sie birgt eine entscheidende Frage: Nutzen wir die Krise, um uns neu aufzustellen – oder nur, um zu überleben?
Die deutsche Wirtschaft steht unter Druck.
- Die Investitionsbereitschaft sinkt
- Bürokratie, Standortkosten und Fachkräftemangel lähmen
- Die Unsicherheit über politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen ist so hoch wie selten zuvor
Aber: Genau jetzt entstehen neue Kundenbedürfnisse, neue Geschäftsfelder – und neue Chancen.
Was wir heute entscheiden, legt den Grundstein für die Wettbewerbsfähigkeit von morgen.
Restrukturierung neu denken – drei Perspektiven
1. Sanieren UND investieren
Klar: Es braucht Effizienz, Anpassungen, vielleicht auch Abbau. Aber Restrukturierung ohne Perspektive bleibt reaktiv. Wer jetzt investiv denkt, sichert sich:
- Innovationsvorsprünge
- neue Marktsegmente
- motivierte Schlüssel-Fachkräfte
Tipp: Investiert auch in Dinge, die nicht sofort „zählen“ – wie Kultur, Lernen, Haltung.
2. Geschäftsmodell überdenken
Viele Unternehmen halten an alten Strukturen fest – aus Gewohnheit oder Angst. Dabei stellen sich zentrale Fragen:
- Welche Leistungen sind morgen noch relevant?
- Welche Probleme unserer Kunden werden sich verändern – und wie?
- Wo entsteht neues Wachstum?
Jetzt ist die Zeit, Annahmen zu hinterfragen – nicht erst, wenn der Markt es erzwingt.
3. Menschen mitnehmen, bevor sie abspringen
Restrukturierung erzeugt Unruhe. Orientierungslosigkeit. Gerade jetzt braucht es:
- klare Kommunikation, die Unsicherheiten nicht vertuscht
- Einbindung, die nicht nur über Maßnahmen informiert, sondern Menschen beteiligt
- Führung, die Vertrauen schafft – auch ohne sofortige Antworten
Wer Wandel erklärt, begründet und gemeinsam entwickelt, reduziert Widerstand und schafft Engagement.
Ein Praxisimpuls: Perspektiven-Check im Führungsteam
Was wäre, wenn Restrukturierung nicht nur eine Notwendigkeit – sondern vielmehr eine Einladung zur Erneuerung ist? Stellt euch im Führungskreis folgende Fragen:
- Welche Investitionen in Zukunftsfähigkeit wurden zu lange verschoben?
- Welche Kundengruppen oder Märkte vernachlässigen wir?
- Wo nutzen wir unser vorhandenes Know-how nicht konsequent genug?
- Was blockiert bei uns Innovation – Haltung, Struktur oder Fokus?
Restrukturierung kann mehr sein als ein notwendiger Einschnitt.
Sie kann ein strategischer Neustart sein – wenn man bereit ist, über die Krise hinauszudenken.
„Wer jetzt nur abbaut, wird morgen kaum aufbauen können.“
„Wer aber mit Weitsicht reduziert, kann mit Stärke wachsen.“
Die Zukunft gehört jenen, die gerade jetzt den Mut haben, sie aktiv zu gestalten.
Podcast: Erfolgreich durch die Krise
Mein Kollege Prof. Dr. Georg Kraus hat mit Martin Lambrecht, Restrukturierungsanwalt und Insolvenzverwalter, sprechen über die Welt, in der Wirtschaftskrisen nicht nur Zahlen auf Papier sind, sondern reale Auswirkungen auf den Mittelstand haben.
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