
Wir arbeiten bei Kraus & Partner größtenteils remote – und genau deshalb sind die Momente, in denen wir uns wirklich sehen, keine Selbstverständlichkeit. Zweimal im Jahr kommen wir für unsere „Festie-Treffen“ zusammen, und was dort passiert, sagt ziemlich viel darüber aus, wie wir als Unternehmen ticken.
Ein Tag, der es in sich hat
Die Erwartungen an so ein Treffen sind nicht bei allen gleich. Die einen wollen die Zeit frei gestalten, einfach zusammen sein. Die anderen sagen: Wenn wir uns schon sehen, dann sollten wir die Zeit auch richtig nutzen. Und wie so oft bei uns liegt die Lösung irgendwo dazwischen – wobei ich ehrlich sagen muss, dass die Tage am Ende ziemlich voll werden. Aber auf eine Art, die sich nie nur nach Abarbeiten anfühlt, weil zwischendurch immer genug Raum für echte Gespräche entsteht.
Freitagmorgen ging es dann um 8 Uhr mit Frühstück los, parallel liefen schon Fotoshootings, und um 9 Uhr sind wir dann gemeinsam in den Tag gestartet:
Wie stellt man sich vor, ohne langweilig zu sein?
Es ging los mit einer spannenden Übung, die zunächst vielleicht erstmal simpel klingt: Wie stelle ich mich in einem Pitch vor? Die Erwartung bei uns ist ziemlich klar – bitte nicht langweilig. Wenn wir sagen, wir wollen anders sein als andere Beratungen, dann muss man das auch spüren, wenn sich jeder Einzelne von uns vorstellt.
Also haben wir daran gearbeitet, was einen wirklich ausmacht und wofür man steht, das Ganze in Storylines gegossen und uns in Kleingruppen ehrliches Feedback gegeben.
Gerade für die fünf neuen Kolleginnen und Kollegen eine intensive Möglichkeit, direkt reinzukommen – und auch für mich eine gute Erinnerung daran, dass eine klare eigene Story nie schadet, selbst wenn ich nicht in Kundensituationen pitche.

Wo wir hinwollen – und warum das alle angeht
Ein großer Teil des Tages drehte sich um die Frage, wie wir als Organisationsgestalter wahrgenommen werden wollen – nicht nur intern, sondern im Markt. Das klingt erstmal nach Strategie, betrifft aber im Kern jeden Einzelnen: wie wir auftreten, wie wir sprechen, wie wir unsere Arbeit nach innen und außen gestalten. Was dabei ziemlich schnell klar wurde: Das funktioniert nur, wenn alle mitziehen – nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung.
Was ich an solchen Tagen besonders schätze, sind die Phasen danach. Wenn der Input erstmal da ist und man in kleineren Gruppen darüber spricht, was das eigentlich bei einem auslöst (unsere Berater nennen das „Murmelgruppen“), wo man Fragezeichen hat und was man vielleicht auch anders sieht. Weil es eben nicht darum geht, Dinge abzunicken, sondern sich wirklich damit auseinanderzusetzen.
Widersprüche aushalten – auch bei sich selbst
Ein weiterer Block ging noch tiefer: Ambiguität. Also genau das, womit unsere Beraterinnen und Berater beim Kunden täglich arbeiten – Widersprüche, Unklarheiten, Perspektiven, die nicht zusammenpassen. Wir haben uns angeschaut, wo solche Spannungen auch bei uns im Unternehmen existieren, und sind dann einen Schritt weiter gegangen:
Was sind eigentlich meine eigenen blinden Flecken? Das war herausfordernd, keine Frage – aber genau solche Gespräche machen für mich den Unterschied zwischen einem netten Teamtreffen und etwas, das wirklich etwas bewegt.
Bunt bleiben – aber bitte mit Substanz
Das Fazit des Management Teams hat den perfekten Abschluss gebildet: Auch wenn wir inzwischen mit klaren Frameworks und Qualitätsstandards arbeiten, sollen und wollen wir unterschiedlich bleiben. Verschiedene Meinungen, Perspektiven und auch Reibung sind ausdrücklich gewünscht – weil daraus am Ende bessere Lösungen entstehen, für unsere Kunden und für uns selbst.
Damit war der Workshop-Teil des Tages geschafft – und nach so viel Input war klar, dass alle erstmal eine Pause vom Konferenzraum brauchen.

Die Energie lässt nicht nach
Also ging es direkt raus – Stadtführung durch Leipzig. Ein bisschen Bewegung, frische Luft und die Möglichkeit, auf unterhaltsame Weise etwas über die Stadt zu erfahren. Das hat richtig gut getan!
Und abends? Hätte man wahrscheinlich auch einfach ins Bett fallen können – aber genau das passiert bei uns nicht. Thomas und ich haben nach dem gemeinsamen Dinner unser Quiz „Kraus oder raus“ gestartet: 15 Fragen rund um Kraus & Partner, Leipzig und uns selbst, zwei Teams, viel Ehrgeiz und ziemlich gute Stimmung. Gewonnen haben die „Allerlei-Allstars“, die „Lerche-Legenden“ planen aber bereits die Revanche.
Was mich beeindruckt hat: Nach einem Tag voller Workshops, Diskussionen und ehrlichem Feedback haben trotzdem alle noch Lust und Energie, gemeinsam so einen Programmpunkt mitzugehen. Die Stimmung war wirklich super!
Und wer glaubt, dass danach Schluss war: Ein Teil der Truppe hat wohl noch bis drei Uhr nachts das Tanzbein geschwungen – ich kann das allerdings nur vom Hörensagen bestätigen.
Nicht für jeden – und genau das ist der Punkt
Diese Events sind keine Pause vom Job, sie sind eher ein Konzentrat davon. Man bekommt Themen auf den Tisch und macht etwas daraus – nicht, weil es jemand im Detail vorgibt, sondern weil es erwartet wird. Struktur gibt es da, wo sie notwendig ist, und Freiraum da, wo man ihn selbst füllen muss. Nicht alles ist durchgeplant, nicht jede Frage hat sofort eine Antwort – aber wer damit gut umgehen kann, findet genau darin die Möglichkeit, wirklich wirksam zu werden.

🗣️ Wenn du einen Job suchst, in dem dir alles klar vorgegeben wird und möglichst wenig Reibung entsteht, dann ist das hier wahrscheinlich nicht der richtige Ort. Wenn du aber Lust hast, Dinge mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen, lohnt sich ein Blick auf unsere Karriere-Seite.


